In die Behandlung von neurologischen Patienten bin ich im Laufe der Jahre hineingewachsen. Ich habe viele Menschen in der Ergotherapie mit Parkinson, MS (Multiple Sklerose), nach einem Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Trauma begleitet. 

 

Meine Erfahrung zeigt: 
es ist bei jedem anders. Eine Krankheit ist nie 2x die selbe. Und doch ist es ähnlich. 

Jeder Parkinson Patient ist anders, und doch gibt es Ähnlichkeiten. Beim einen ist der Tremor (also das Zittern) am Prägnantesten, und bei Anderen die Steifheit. Und die Auswirkung im Alltag empfindet auch jeder individuell.

 

Parkinson:

Eigentlich ist Parkinson eine Erkrankung in einem Bereich des Gehirns, der Substantia Nigra. In diesem Bereich wird Dopamin produziert. Dopamin ist ein Botenstoff, der unter anderem das Signal vom Nerv auf den Muskel überträgt. 

Und damit sind wir im Bewegungsystem. Die Muskulatur kriegt nicht mehr genügend Info, und deshalb funktioniert die Bewegung nicht mehr so, wie wie du das gerne hättest.

Meiner Erfahrung nach haben die meisten Parkinsonpatienten Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht, mit der Koordination, die Feinmotorik geht nicht mehr so gut. Auch grobe Bewegungsabläufe wie zum Beispiel: sich im Bett umdrehen, oder auf dem Boden in die Hocke gehen funktioniert nicht mehr so wie sich die meisten das wünschen.

Und ein Bereich wird gerne übersehen: auch die Atmung kann betroffen sein. Das liegt nicht daran, dass die Betroffenen etwas mit der Lunge haben. Sondern dass sich der Rippenbogen nicht mehr so gut ausdehnen lässt.

Je nachdem, was bei dir vorrangig ist, das rücken wir in der Therapie in den Fokus, ohne das wir das Gesamtpaket, was Parkinson mit sich bringen kann, außer Acht lassen.

Das heißt, wir schauen nach dem Gleichgewicht, nach der Koordination, Aufrichtung, Transfer (Positionswechsel von: Aufstehen, Wechsel von Liegen in Sitz in den Stand usw.). Wir lassen die Feinmotorik nicht ausser Acht, und auch die Gleichzeitigkeit von Bewegungen nicht (Also, z.B. sprechen und Hindernis überwinden gleichzeitig). Und regelmäßig nehmen wir auch die Atembewegung unter die Lupe.

 

 

MS – Multiple Sklerose

„Krankheit mit vielen Gesichtern“. Und diesem Ausspruch macht die MS alle Ehre.

Bei der MS handelt es sich um eine Entzündung der Myelinschicht. Das ist ein Art Hülle um die Nervenzellen herum, die die Geschwindigkeit der Leitung erhöht. 

Diese Entzündung wird durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst. Das heisst, das eigene Immunsystem greift diese Hülle an. Das kann überall im Zentralen Nervensystem sein. Also im Rückenmark, oder im Gehirn. Dadurch wird die Leitung dieser Nerven gehemmt oder verlangsamt.

Und je nachdem, wo genau diese Entzündung ist, so sieht dann eben die Symptomatik aus:

  • Sehstörungen
  • Sensibilitätsstörungen
  • Bewegungsstörungen (häufig eine Spastik)
  • Gedächtnisstörungen
  • Die Liste von möglichen Symptomen ist schier endlos.


Bei mir in der Ergotherapie kümmern wir uns darum, dass deine Beweglichkeit, dein Gleichgewicht, Koordination und Feinmotorik, Bewegungsübergänge und auch dein Gedächtnis dir so lang wie möglich gute Dienste leisten.

Je nachdem, wo sich bei dir die MS eben bemerkbar macht.

 

Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall haben viele Betroffenen damit zu kämpfen, dass es nicht mehr so geht wie vorher.
Häufig ist eine Körperseite von einer Lähmung betroffen. Im Fachjargon nennen wir das „Hemiparese“ = Halbseitenlähmung

Das hat Auswirkungen auf das Gehen, das Gleichgewicht, die Koordination, die Feinmotorik. Auf fast alles. 
Sei es der Spaziergang oder die Bewegung mit dem Arm oder der Hand.

Und was ist mit dem Gedächtnis?
Auch hier kann es zu Schwierigkeiten kommen, und Betroffene haben mehr oder weniger starke Probleme.

In der Therapie schauen wir ganz genau, woran wir arbeiten. Was ist dir wichtig? Wie steht es um das Gleichgewicht und die Balance? Wie sieht es aus mit Koordination und Feinmotorik. Kannst du alle Bewegungsübergänge?

Und wie sieht es mit den „grauen Zellen im Oberstübchen“ aus?

 

Andere Neurologische Erkrankung:

Es gibt auch anderen neurologische Erkrankungen, bei denen ich Erfahrung habe. Z.B. Guillain Barre Syndrom oder ALS. Auch die Polyneuropathie wird zunehmend häufiger diagnostiziert.

 

Oder du rufst direkt an unter:
0157 38 30 69 15