Als zertifizierte Handtherapeutin kenne ich mich sehr gut aus, mit den verschiedensten Erkrankungen und Verletzungen im Bereich der Hand und der Finger, und habe hier auch sehr viel Erfahrung.
Bruch in der Hand, Finger oder am Unterarm:
Ein Bruch kann entweder konservativ (also nur mit einer Schiene oder auch durch eine Operation (Platte oder Schrauben) stabilisiert werden. In beiden Fällen kommt es häufig zu einer massiven Einschränkung der Beweglichkeit von Hand und Finger und dadurch zu einer Einschränkung der Greiffunktion, die im Alltag ganz schön hinderlich ist.
Außerdem tut das Ganze meistens ordentlich weh.
Rhizarthrose:
Das ist eine Abnutzung vom Daumensattelgelenk. Dieses Gelenk ermöglicht es uns, dass wir den Daumen den anderen Fingern gegenüber positionieren können und somit fein greifen. Wenn dieses Gelenk betroffen ist, sind die meisten Greifaktionen eingeschränkt oder schmerzhaft, und auch die Kraft ist meistens verringert.
Das alles äußert sich im Alltag z.B. beim Kartoffel schälen, beim Schreiben (mit dem Stift), bei der Gartenarbeit (fest zugreifen der Gartengeräte) oder auch beim Teig kneten.
Nervenverletzungen:
Und Zack …… durch war er: Der Nerv – und plötzlich macht meine Hand nicht mehr das, was du willst.
Der Nerv wird genäht, aber die Hand funktioniert trotzdem nicht.
Jetzt heißt es warten, und warten, und üben, und tun.
Man sieht ewig lang keine Veränderung.
Ich nenn diese Zeit immer „Therapie ins Blaue“. Kein Mensch weiß, ob es wieder wird.
Das ist die Zeit, in der sich der Nerv regeneriert. Im Schnitt ca. 1mm pro Tag. Das heisst, wenn du die Verletzung irgendwo am Oberarm hast, dann sind das gut und gern mal 40 cm, das heißt also 400 mm, also 400 Tage. Wenn alles regelrecht verläuft. Um das mal ganz grob darzustellen.
Und in diesen 400 Tagen darf man nicht aufgeben.
Keiner weiß, ob es wieder wird.
Aus meine Erfahrung kann ich sagen, der Tag, an dem plötzlich eine Funktion von der Hand oder von einem Finger wieder kommt, ist unglaublich. Und ich durfte schon einige Male genau diesen Moment in der Therapie miterleben. Und es ist unbeschreiblich, wenn eine Funktion plötzlich nach mehr als einem Jahr wieder geht.
Handgelenksinstabilität:
Die häufigste Instabilität ist zwischen dem Lunatum und dem Scaphoid.
Dem was? Das sind 2 bestimmte Knochen im Handgelenk. Und hier ist das Band zwischen diesen Knochen betroffen.
Das äußerte sich meistens mit einem Kraftverlust in der gesamtem Hand beim Zugreifen, und auch in Form von Schmerzen beim abknicken der Hand. z.B. beim Abstützen (Liegestütz, 4-Füßer)
Sehnenscheidenentzündung:
Die Sehnscheide ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Hülle um die Sehne herum. Diese dient dazu, dass die Sehnen gut gleiten, und nicht reiben. Manchmal (z.B. nach einer Überlastung) kann sich diese Hülle/Sehnscheide entzünden. Dadurch kann die Sehne nicht mehr gut gleiten und es tut „saumäßig“ weh.
Die häufigste Sehnenscheidenentzündung ist die vom Daumen. Diese Entzündung hat sogar einen eigenen Namen: Morbus De Quervain.
Es können aber auch anderen Sehnscheiden betroffen sein.
Karpaltunnelsyndrom:
Hier wird der Medianusnerv im Bereich vom Handgelenk eingeengt.
Dadurch kommt es zu Sensibilitätsstörungen im Bereich der Finger, zu einem Kraftverlust und die Meisten haben auch Schmerzen.
Den Betroffenen fallen Sachen aus der Hand, und haben weniger Gefühl in den ersten 3 Fingern.
Zu Beginn gibt es das Phänomen, dass Betroffene Nachts eine taube Hand haben und/oder eine Schwellungsgefühl in der ganzen Hand.
Rheuma:
Viele Rheumapatienten haben Probleme in den Händen und in den Fingergelenken.
Durch eine Autoimmunreaktion wird das Gelenk angegriffen und entzündet sich. Es kommt zu Schmerzen, häufig auch zu Bewegungseinschränkungen und in den meisten Fällen auch zu einem deutlichen Kraftverlust.
Die Gelenke sind häufig rot und geschwollen. Das muss aber nicht unbedingt sein.
Rheuma betrifft häufig die Hände, kann aber alle Gelenke in Mitleidenschaft ziehen: Füße, Ellbogen, Schultern.
Typisch ist, dass meistens beide Körperseiten betroffen sind. Also beide Hände, oder beide Schultern.
Morbus Sudeck / CRPS (Komplexes regionales Schmerzsyndrom):
Das ist eine Erkrankung, bei der die Entzündung oder der Schmerz aus dem Ruder läuft. Manchmal ist der Auslöser eine eigentlich banale Verletzung. Häufig eine Unterarmfraktur oder eine Operation and der Hand.
Und hier muss man aufpassen: Das liegt nicht am Operateur, oder daran, dass bei der OP irgendwas schief gelaufen ist. Es ist eine Reaktion vom Körper, die niemand vorhersehen kann.
Betroffene haben übermäßig starke Schmerzen, die Hand ist entweder rot und geschwollen oder bläulich und atrophiert (wie ausgemergelt).
Diese Erkrankung kann auch an anderen Körperstellen wie z.B. am Fuß auftreten.
Oder du rufst direkt an unter:
0157 38 30 69 15