Ergotherapie bei Parkinson?

Parkinson ist ein Krankheit, die viele Symptome und Beschwerden auf unterschiedlicher Ebene mit sich bringen kann. 

Ich kann hier jetzt nur für mich schreiben:
Ich versuche so viele Aspekte wie möglich im Kopf zu haben was die Krankheit möglicherweise mit sich bringen kann, und dabei dich als Patient mit deinen individuellen Bedürfnissen zu sehen.

Das heißt, wir rücken das, was dir wichtig ist in den Fokus, und schauen uns aber von Zeit zu Zeit auch die andern Bereiche an, damit wir einen guten Überblick haben.

 

Worauf achte ich in der Ergotherapie bei Prakinsonpatienten?

Großes Bewegungsausmaß

Die meisten Parkinsonpatienten machen zunehmend kleinere Bewegungen. Hier sollten wir dagegen arbeiten, um eine größtmögliches Bewegungsausmaß zu erhalten.

 

Aufrichtung

Ich weißt nicht wie oft ich Patienten (nicht nur Parkinsonpatienten) daran erinnere sich aufzurichten. Unendlich oft. 

Ich finde nicht, dass wir in jeder Situation im Leben auf unsere Haltung achten müssen, aber in der Therapie ist mir eine optimale Ausgangsposition wichtig.

 
Transfer

Das ist ein superwichtiges Thema für die Selbstständigkeit im Alltag: Vom Stuhl aufstehe, vom Bett aufstehen, im Bett rum drehen, auf den Boden sitzen und wieder aufstehen. 

All diese Bewegungsabläufe, und noch weitere, sind wichtig, damit genau das im Alltag so lange es geht, keine Hürde ist.

Deshalb werfen wir auch hier einen Blick darauf und ziehen das mit in die Therapie ein.

 

Feinmotorische Übungen

Auch das darf man bei Parkinson nicht vergessen: die Feinmotorik. 

Hier achten wir sehr gezielt auf die Qualität der Bewegung. Ich bin eine Freund von: lieber weniger Wiederholungen, aber die Bewegungen werden sauber ausgeführt.

Meistens kombiniere ich das mit alltagsnahen Situationen, in denen wir genau diese Feinmotorik brauchen.

 

Dynamik

Genau das, was den meisten Parkinsonpatienten zunehmend fehlt. 

Dass wir zum Beispiel die Dynamik beim Gehen beachten, nicht nur „ein Fuß vor den anderen“. Das heißt, hier würde auch der Armschwung dazu gehören, und diese leichte Drehung im Oberkörper.

 

Gleichgewicht

Wie gesagt, Gleichgewicht will geübt werden ein Leben lang. Und so begleitet uns auch das Gleichgewichts- und Balancetraining.

 

Koordinationsübungen

Auch das darf nicht fehlen. Hier haben wir dann nicht nur verschiedene Bewegungen kombiniert geübt, sondern gleichzeitig auch unser Oberstübchen trainiert.

 

Atmung

Die Atembewegung steht nicht bei jedem Patienten im Vordergrund. Ich habe es mir aber angewöhnt immer mal wieder auf das Bewegungsausmaß vom Rippenbogen zu achten.

 

Das ist eine Auswahl, von den Dingen, auf die ich in der Ergotherapie achte. 

Nicht jeder, braucht jedes Thema in gleichem Maße. Hier passen wir die Therapie individuell an deine Bedürfnisse an. 

Allerdings werfen wir von Zeit zu Zeit immer wieder auch einen Blick auf die anderen Bereiche, damit wir das Gesamtpaket, was Parkinson möglicherweise mit sich bringt, im Blick haben.

 

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