Elise Häckel, Heilpraktikerin in Heidenheim, Tel.: 0157 – 38 30 69 15

Monatsthema im Juli: Konzentrationsschwierigkeiten.

Konzentrationsschwierigkeiten und frühkindliche Reflexe!
Gibt es einen Zusammenhang?

Konzentrationsprobleme bei Kindern sind weit verbreitet. Der Grund wird meistens im Verhalten oder in der Schule gesucht. Dabei lohnt es sich, den Blick weiter zurückzuwerfen, in die frühkindliche Entwicklung.

Vielleicht hast du schonmal von den frühkindlichen Reflexen gehört. Das sind Bewegungsmuster, mit denen wir auf die Welt kommen, die uns in den Start ins Leben helfen. Zum Beispiel beim Trinken, Greifen und wenn wir anfangen, uns aufzurichten.
Normalerweise werden diese Reflexe im ersten Lebensjahr gehemmt. Das bedeutet: sie werden im Nervensystem integriert, damit wir differenziertere Bewegungen entwickeln können.

Manchmal werden sie aber nicht vollständig integriert. Das kann sich dann an ganz unverhofften Alltagssituationen bemerkbar machen.
Zum Beispiel bei der Konzentration.

Wenn das Nervensystem im Hintergrund noch mit Aufgaben beschäftigt ist, die eigentlich schon abgeschlossen sein sollten, kostet das Energie. Energie, die dann beim konzentrierten Arbeiten, ruhig Sitzen, beim Lesen, Schreiben und Rechnen fehlt.


Frühkindliche Reflexe und deren Einfluss auf die Konzentration

Der MORO-Reflex und die Konzentration
Der MORO-Reflex wird bei Gefahr ausgelöst. Zum Beispiel bei einem plötzlichen Geräusch oder einer unerwarteten Bewegung. Kinder mit einem nicht vollständig gehemmten MORO-Reflex sind innerlich ständig „auf der Lauer“. 

Sie erschrecken sich leicht, sie gehen jedem Reiz von außen nach (es könnte ja eine Gefahr sein). In der Praxis beobachte ich, dass sie ein größeres Sichtfeld haben, und oft Schwierigkeiten, die Augen auf einem Punkt zu halten (Blickfixation).
Das alles kann sich deutlich auf die Konzentration auswirken.


Der TLR und die Konzentration (Tonische Labyrinth-Reflex)
Der TLR hat starken Einfluss auf das Gleichgewicht und auf den Muskeltonus im gesamten Körper. Also auch auf die Ansteuerung der Augenmuskeln. 

Wenn der TLR noch aktiv ist, zeigen sich oft Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht und mit der Augenmotorik.
Beides ist super wichtig für die Konzentration. 

Zu diesem Thema gibt es einen eigenen Beitrag auf meiner Seite:
Gleichgewicht ist mehr als nur auf einem Bein stehen können!


Der ATNR als Störenfried für die Konzentration (Asymmetrisch-Tonischer-Nackenreflex)
Der ATNR kann es erschweren, die Körpermittellinie zu überkreuzen. Die Kinder haben dadurch Schwierigkeiten beim Schreiben, Lesen, Ball fangen und Fahrrad fahren. 

Außerdem hat auch dieser Reflex Einfluss auf die Augenmotorik.


Der STNR und die Konzentration (Symmetrisch-Tonische-Nackenreflex)
Ein noch aktiver STNR kann dazu führen, dass Kinder sich schwer tun, am Tisch zu sitzen. Sie rutschen immer wieder zusammen, liegen fast auf dem Tisch oder wirken tollpatschig in ihren Bewegungen. 

Und auch dieser Reflex spielt eine Rolle bei der Augenmuskulatur. 


Mehr als nur ein Reflex?

In der Praxis stelle ich häufig fest, dass nicht nur ein einzelner Reflex sein Unwesen treibt, sondern mehrere Reflexe im Hintergrund aktiv sind. 

Das liegt daran, dass die frühkindlichen Reflexe aufeinander aufbauen und eng miteinander verknüpft sind.


Was kannst du tun?

Wenn du den Eindruck hast, dein Kind lässt sich ständig ablenken, ist zappelig und kommt einfach nicht zur Ruhe, kann es Sinnvoll genauer hinzusehen.

In meiner Praxis schaue ich mir gezielt an:
Gibt es Hinweise und Zusammenhänge mit den Frühkindlichen Reflexen?
Wie ist das Gleichgewicht und die Körperwahrnehmung?
Wie ist die Augenmotorik?

Denn: Manchmal ist die Konzentrationsschwäche nur das sichtbare Symptom. Und die eigentliche Ursache liegt tiefer.

Buche hier ein unverbindliches, kostenloses, 15-minütiges telefonisches Erstgespräch.


Lies auch meine anderen Beiträge:
Warum Bewegung und Sport wichtig für die Konzentration sind!
Mein Kind ist unkonzentriert!

Oder du rufst direkt an unter:
0157 38 30 69 15