Elise Häckel, Heilpraktikerin in Heidenheim, Tel.: 0157 – 38 30 69 15

Monatsthema im August: Probleme beim Lesen.

Warum laut lesen manchmal schwieriger ist, als leise lesen!

In meiner Praxis berichten mir manche Eltern, dass ihr Kind beim laut lesen eines Textes den Inhalt kaum erfassen kann.
Wenn es den Text dagegen leise liest, klappt das Verstehen viel besser.

Das scheint auf den ersten Blick paradox:

Du hörst doch, dass dein Kind den Text liest. Warum versteht es ihn dann nicht?


Dem will ich heute auf den Grund gehen.


Sprechen: ganz schön komplex!

Damit wir flüssig sprechen können, brauchen wir eine ganze Reihe von Fähigkeiten:

  • Feinmotorik von Mund, Lippen und Zunge.
  • Koordination von Schlucken und Atmen.
  • Klangbildung: also das Zusammenspiel von Luftstrom, Spannung der Stimmbänder und Rachenmuskulatur.

Manche Kinder haben eben genau hier die Schwierigkeiten.


Laut Lesen

Wenn dein Kind laut liest, muss es nicht nur die Worte erkennen, sondern muss gleichzeitig auch:

  • deutlich sprechen
  • die Atmung kontrollieren
  • und den Klang der Stimme regulieren. 


Das erfordert viel Aufmerksamkeit.

Wenn dein Kind hier Schwierigkeiten hat, ist allein das so anstrengend, dass keine Aufmerksamkeit mehr für den Inhalt hat. 
Dann liest es den Text, ohne diesen zu verstehen.

Wenn es dagegen leise liest, muss es sich nicht um diese Dinge kümmern, und kann sich auf den Inhalt konzentrieren.


Gibt es einen Zusammengang mit frühkindlichen Reflexen?

Ja, die kann es geben. Hier ein paar Beispiele:

  • Der Such- und Saugreflex hat Einfluss auf die Mundmotorik und auch auf die Koordination von Schlucken und Atmen.
  • Der Palmar-Greifreflex kann mit der Hand- und Mund- und Zungenbewegung zusammenhängen.
  • Der Tonische Labyrinthreflex beeinflusst die Muskelspannung im gesamten Körper, und somit auch die Kraftdosierung.


In meiner Praxis schaue ich genau hin:

  • Gibt es ein Problem mit der Mundmotorik?
  • Gibt es Hinweise auf Restaktivitäten von frühkindlichen Reflexen?
  • Wie steht es mit dem Gleichgewicht und der Augenmotorik?


Schau dir auch gern meine anderen Beiträge an:
Warum bekannte Wörter beim Lesen nicht erkannt werden!
Ohren und Lesen! WAs haben Gleichgewicht und Hören mit dem Lesen zu tun?
Augen und Lesen: „Wenn die Buchstaben tanzen und schwimmen!“


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