Elise Häckel, Heilpraktikerin in Heidenheim, Tel.: 0157 – 38 30 69 15

Lost – in Zeit und Raum
Was ist denn da los? Eigentlich ist dein Kind doch gar nicht dumm. Aber wieso schafft dein es nicht, pünktlich zu sein, sich rechtzeitig fertig zu machen? Es weiß doch, dass man jetzt los muss. Das Zimmer ist auch super unaufgeräumt, und außerdem verzettelt es sich ständig.
ACHTUNG! Das betrifft nicht nur jüngere Kinder, sondern durchaus auch Jugendliche, und wir kennen ja auch alle Erwachsene, bei denen man das Gefühl hat: Lost in Zeit und Raum.
Nein! Das machen diese Menschen nicht mit Absicht, und nicht, um dich zu ärgern. Auch wenn man manchmal genau dieses Gefühl hat.
Heute möchte ich dir erklären, woher es möglicherweise kommt, dass manche Menschen eine schlechte räumliche Orientierung haben und/oder ein schlechtes Zeitgefühl.
Hier können sowohl der Gleichgewichtssinn, als auch die Wahrnehmung ihre Finger im Spiel haben, wobei beides eng miteinander verbunden ist.
Räumliche Orientierung
Der Gleichgewichtssinn gibt mir zuverlässige Informationen darüber, wo im Raum ich mich befinde, und zusammen mit der Körperwahrnehmung, in welcher Position ich mich im Raum befinde. Das bildet die Grundvoraussetzung für die Entwicklung der räumlichen Orientierung. Nur dann kann ich zuverlässig alles in Relation zu mir setzen. So funktioniert räumliche Wahrnehmung.
Wenn ich also keine zuverlässigen Informationen habe, wie und wo ich mich im Raum bzw. auf der Welt befinde, habe ich keinen sicheren Bezugspunkt, zu dem ich alles in Relation setzen kann. Deshalb können diese Kinder Schwierigkeiten haben, eine gute räumliche Wahrnehmung und räumliche Orientierung zu entwickeln.
Zeitgefühl
Die zeitliche Orientierung baut auf der räumlichen Orientierung auf, es ist quasi das nächste Level. Nur mit einer guten räumlichen Wahrnehmung kann ich auch ein Gefühl für Zeit entwickeln. Das heißt, dass die meisten Kinder, wenn sie Schwierigkeiten haben mit der räumlichen Orientierung, häufig auch Schwierigkeiten haben, ein Zeitgefühl zu entwickeln.
Deshalb: Lost – in Zeit und Raum.
Wie äußert sich das möglicherweise im Alltag?
Die Kinder haben häufig Probleme, eine eigene Struktur zu finden. Beim Zimmer aufräumen sind sie überfordert – was kommt wo zuerst hin (manche haben allerdings ein penibles Zimmer – dann müssen sie sich nicht mit dem logistischen Aufwand von „Zimmer aufräumen“ auseinandersetzen). Es fällt ihnen insgesamt schwer, sich einen Handlungsablauf vorzustellen – sie wirken planlos. Viele kommen oft zu spät und trödeln herum. Manche können Buchstaben wie p & q nicht auseinanderhalten, weil auch hierfür die räumliche Wahrnehmung wichtig ist: wo zeigt welcher Buchstabe hin? Mathematik beruht auch mitunter hierauf: wann kommt wo welche Zahl, und dazugehörend seriellen Denken.
In der Anamnese und in der Untersuchung stelle ich häufig einen Zusammenhang mit dem Tonischen Labyrinthreflex fest. Gemeinsam mit anderen Reflexen ist der Tonische Labyrinthreflex wichtig, damit sich das Gleichgewichtssystem optimal entwickeln kann.
Wir schauen gemeinsam, ob dein Kind Schwierigkeiten hat mit der Wahrnehmung oder dem Gleichgewicht, und ob es hier einen Zusammenhang zum Tonischen Labyrinthreflex gibt, oder ob etwas anderes dahinter steckt.
Lies auch meine anderen Beiträge: Tonische Labyrinthreflex, Buchstaben- und Zahlendreher, Was ist ein Overflow und woher kommt er?
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